Herzlich Willkommen!
Es freut uns, dass Sie sich für unsere E-Learning-Fortbildung „Extremistische Einstellungen in der ärztlichen und psychotherapeutischen Behandlung - Radikalisierungsprozesse wahrnehmen - einschätzen - handeln“ interessieren.
Die E-Learning-Fortbildung vermittelt Grundlagenwissen zum Thema Extremismus, erläutert Einflussfaktoren und Entwicklungswege von Radikalisierungsprozessen und geht speziell auf deren Auswirkungen auf die Krankenbehandlung ein. Wesentliche Aspekte dabei sind wie Radikalisierungsprozesse bei Patientinnen und Patienten wahrgenommen und angesprochen werden können, welchen Einfluss sie auf die Behandlung nehmen können und wann und vor allem wie sie therapeutisch einzubinden sind. Dabei wird auf Behandlungssituationen mit erwachsenen Personen, aber auch mit Jugendlichen eingegangen.
Ziel der Fortbildung ist es, die Handlungssicherheit in der Krankenbehandlung zu stärken und auf mögliche fremd- und selbstgefährdende Situationen vorzubereiten.
Aufgrund der Komplexität des Themas wurde die Fortbildung in einem interdisziplinären Team entwickelt, das sich aus Fachkräften aus Heilberufen, den Sicherheitsbehörden und einem Team an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener fachlicher Richtungen zusammensetzt.
Wir sagen „Danke“ für die Mitwirkung!
Ein Dank geht an das Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex), das mit uns gemeinsam die Fortbildung überarbeitet und weiterentwickelt hat. Das konex übernimmt zudem die Weiterförderung der Fortbildung für Baden-Württemberg im Jahr 2026.
Ein Dank geht ebenso an das Kompetenzforum Islamismusprävention Niedersachsen (KIP NI), speziell auch an das Landeskriminalamt Niedersachsen für die Dreharbeiten für die Videobeiträge vor Ort.
Ebenso danken möchten wir dem Trägerverein Grüner Vogel e.V. für die Dreharbeiten in Berlin.
Ein Dankeschön geht auch an alle Autorinnen und Autoren der inhaltlichen Beiträge, die jeweils namentlich genannt sind.
Den Kammern und Fachgesellschaften und -verbänden gilt ein besonderer Dank, dass sie mit uns über die Rolle von Fachkräften in Heilberufen zum Thema Extremismusprävention diskutiert haben.
Bedanken möchten wir uns auch für das Engagement der Mitarbeitenden des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die mit uns Texte der Fortbildung geschrieben haben. Und schließlich wurde die Fortbildung auch erst durch eine Förderung durch das BAMF im Rahmen des Projektes „Aktivierung von Angehörigen von Heilberufen für das Thema Extremismusprävention durch Qualifizierung und Vernetzung“ möglich. Dafür möchten wir danken!
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Fortbildung und bei Ihrer Arbeit!

Dr. Thea Rau
Projektleiterin
Die E-Learning-Fortbildung richtet sich an Angehörige von Heilberufen, die sowohl mit erwachsenen Patient:innen arbeiten, aber auch mit Kindern und Jugendlichen. An verschiedenen Stellen wird ganz gezielt auf die Altersgruppe der Minderjährigen eingegangen.
Vor allem konzipiert ist die Fortbildung für Psychologische Psychotherapeut:innen sowie Psychiater:innen, aber auch für Fachkräfte mit angrenzenden Fachausbildungen. So können beispielweise auch Hausärzt:innen von der Fortbildung profitieren, vor allem von den grundlegenden Informationen im Basismodul.
Ziel der E-Learning-Fortbildung ist es, ein sicheres Gefühl im Umgang mit Patient:innen zu gewinnen, die eine extremistische Einstellung teilen, Radikalisierungsprozesse im Rahmen von Behandlung und Therapie besser einschätzen zu können und zum Thema zu machen.
Zudem ist Ziel der Fortbildung, die Kooperation und Vernetzung verschiedener Stellen miteinander zu fördern, indem innerhalb verschiedener Module beispielsweise auch Einblick in die Arbeit der Sicherheitsbehörden und der deutschlandweit tätigen Fachberatungsstellen für Deradikalisierung gegeben wird und Möglichkeiten der Kooperation vorgestellt werden.Die Inhalte der E-Learning-Fortbildung orientieren sich vor allem an praktischen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Behandlung von Patient:innen mit extremistischer Einstellung oder in Verbindung mit der Behandlung von Angehörigen. Die Fortbildung gliedert sich in insgesamt vier Module und drei therapieverfahrensabhängige Zusatzmodule, speziell für psychotherapeutisch ausgebildete Fachkräfte.
Die E-Learning-Fortbildung ist für Angehörige von Heilberufen kostenfrei. Nach der erfolgreichen Registrierung sind die Fortbildungsinhalte 180 Tage zur Bearbeitung freigeschaltet. Die Bearbeitung der Lernmaterialien kann dabei zeitlich flexibel gestaltet werden.
Eine Bescheinigung der Teilnahme kann ab Start der Kursbeabeitung heruntergeladen werden. Um das Zertifikat mitsamt der CME-Fortbildungspunkte zu erhalten, müssen am Ende jeder Lerneinheit Prüfungsfragen beantwortet werden. Von den fünf vorgegebenen Antworten ist jeweils eine Antwortmöglichkeit korrekt. Eine einzelne Prüfung gilt als bestanden,
wenn mindestens 70 Prozent der Fragen richtig beantworten wurden. Bei einem Nicht-Bestehen der Prüfung sind zwei weitere Versuche möglich.
An einigen Stellen wird der Inhalt der Fortbildung durch Fallbeispiele ergänzt und es gibt drei Fallakten.
Begleitforschung
Zur E-Learning-Fortbildung findet eine wissenschaftliche Begleitforschung statt. Ziel ist es zu überprüfen, inwieweit die Fortbildung zum Erwerb von Wissen und Aufbau von emotionalen und Handlungskompetenzen beitragen kann und inwieweit der Transfer und die Dissemination der Lerninhalte in die berufliche Praxis gelingt. Des Weiteren werden Fragen zur Nutzungsfreundlichkeit und Qualität der E-Learning-Plattform gestellt. Bei einer Teilnahme an der E-Learning-Fortbildung wird automatisch über die Begleitforschung informiert.
Technische Voraussetzung und Registrierung
Webbrowser
Mozilla Firefox 57+, Apple Safari 10+, Vivaldi 1.15+, Chrome 80.0+, Microsoft Edge o.ä.
Laptop/ PC
Prozessor mit mind. 2 GHz und einem Arbeitsspeicher von mind. 2 GB RAM und einen PDF-Reader (Adobe Acrobat Reader, PDF-XChange Viewer o.ä.).
Sie können die Plattform auch mit OS X von Apple nutzen. Sollten die Inhalte nicht richtig dargestellt werden, testen Sie bitte einen anderen Browser (z.B. Mozilla Firefox oder Google Chrome, anstatt Safari).
Für die Teilnahme an der E-Learning-Fortbildung ist aktuell keine Registrierung möglich. Bei Interesse an der Fortbildung können Sie sich jedoch in die Interessent:innenliste
eintragen, damit Sie bei Start der Registrierung darüber informiert werden.
Die E-Learning-Fortbildung wurde innerhalb von zwei Projekten der Forschungsgruppe „Gewalt, Entwicklungspsychopathologie und Forensik“ unter der Leitung von Frau Dr. Thea Rau in Kooperation mit der Arbeitsgruppe „Wissenstransfer, Dissemination, E-Learning“ der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie entwickelt. Die Forschungsgruppe besteht aus einem interdisziplinären Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich seit vielen Jahren aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven mit dem Thema Extremismusprävention befassen.
Forschungsteam
Eberl, Karin
Karin Eberl absolvierte ein Masterstudium in Kriminologie und Gewaltforschung (M.A.). Sie ist seit August 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe von Frau Dr. Rau und studiert aktuell über ein Fernstudium Soziale Arbeit (B.A.). In der Arbeitsgruppe beschäftigt sie sich mit der Arbeit von Fachberatungsstellen für Deradikalisierung, in der E-Learning-Fortbildung mit den rechtlichen Grundlagen zu Gefährdungssituationen in der Psychotherapie in der Extremismusprävention.
Kiesler, Lukka
Lukka Kiesler ist Psychologin (M. Sc. Psychologie) und in Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin. Sie ist seit 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe von Frau Dr. Rau. Dort arbeitet sie an Themen zu Extremismus, Radikalisierungsprozessen und damit in Zusammenhang stehenden psychischen Auffälligkeiten sowie der Rolle von Radikalisierung und Extremismusprävention in der Psychotherapie.
Kranz, Fabian
Fabian Kranz ist Psychologe (M. Sc. Psychologie). Während seines Studiums lag sein Schwerpunkt auf rechtspsychologischen Fragestellungen. Er ist seit 2025 wissenschaftliche Mitarbeiter der Arbeitsgruppe von Frau Dr. Rau. Dort arbeitet er an Themen zu Extremismus, Radikalisierungsprozessen und damit in Zusammenhang stehenden psychischen Auffälligkeiten.
Mayer, Sophia
Sophia Mayer ist Psychologin (M. Sc. Psychologie) und seit 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikum Ulm. Im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sie sich vor allem mit Themen zu Gewalt, Extremismus, Radikalisierung, sowie im Bereich der Jugendhilfe.
Welte, Simone
Simone Welte studiert Psychologie im Master an der Universität Ulm. Seit Mai 2025 ist sie als studentische Hilfskraft in der Arbeitsgruppe „Gewalt, Entwicklungspsychologie und Forensik“ unter der Leitung von Frau Dr. Rau tätig. Ihren Bachelor of Science in Wirtschaftspsychologie absolvierte sie 2024 an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Neu-Ulm.
Weitere Beteiligte
Allroggen, Marc
Prof. Dr. med. Marc Allroggen hat Humanmedizin studiert, ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und hat die Weiterbildung zum tiefenpsychologischen Psychotherapeuten und in analytischer Psychotherapie absolviert. Er ist Leitender Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikum Ulm und Sektionsleiter der Institutsambulanz und Forensik.
Djamali, Julia
Julia Djamali ist Psychologin (M. Sc. Psychologie) und Psychologische Psychotherapeutin. Sie war von Oktober 2022 bis März 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe von Frau Dr. Rau und befasste sich vor allem mit interkultureller Kompetenz mit Bezug zu Extremismusprävention im therapeutischen Kontext.
Fabini, Horia
Horia Fabini ist approbierter Psychologischer Psychotherapeut und Gruppentherapeut, Supervisor und Lehrtherapeut (DGVT), Schematherapeut und Trainer für Schematherapie (ISST), Fachpsychologe Notfallpsychologie, Psychotraumatologe (DeGPT), Kriminalpsychologe, Präventionsmanager Extremismus und Radikalisierung (I:P:Bm). Herr Fabini ist wissenschaftlicher Leiter des Curriculum Notfallpsychologie an der Bodelschwingh Akademie in Berlin (FvBK / Traumaambulanz Berlin) und tätig als Psychotherapeut in Privatpraxis, Gutachter, Supervisor sowie als Dozent und Autor.
Hampe, Sally
Sally Hampe ist Sozialarbeiterin und Kinderschutzfachkraft bei einer Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus und beschäftigt sich seit dem Jahr 2020 intensiv mit dem Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in islamistisch und salafistisch geprägten Familien. Der Fokus ihrer Arbeit liegt insbesondere auf den Themenfeldern Kindeswohl(-gefährdung) und Resilienzförderung.
Heimgartner, Anna
Anna Heimgartner ist Psychologische Psychotherapeutin (VT). Von 2019 bis 2023 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Universitätsklinikum Ulm und beschäftigte sich mit den Themen Extremismus, Radikalisierungsprozesse sowie psychische Auffälligkeiten und einer möglichen Rolle von Radikalisierung und Extremismusprävention in der psychotherapeutischen Behandlung. Derzeit ist sie als Psychologische Psychotherapeutin in einer niedergelassenen Praxis tätig.
Horn, Amanda
Amanda Horn ist psychologische Psychotherapeutin (VT). Seit 2023 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe von Frau Dr. Rau. In der wissenschaftlichen Tätigkeit beschäftigt sie sich vor allem mit dem Thema Radikalisierung und Extremismus (-prävention) und deren Rolle in der psychotherapeutischen Behandlung.
Jugl-Kuntzsch, Irina
Dr. Irina Jugl-Kuntzsch ist Psychologin (M. Sc. Psychologie) und seit 2021 als wissenschaftliche Referentin beim Kompetenzzentrum gegen Extremismus angesiedelt beim Staatsschutz- und Anti-Terrorismus Zentrum des Landeskriminalamts Baden-Württemberg tätig. Sie forscht zu verschiedenen Extremismusphänomenbereichen, u.a. linksextremistischer und rechtsterroristischer Radikalisierung, und zu Maßnahmen der Extremismusprävention.
Komarek, Marcel
Marcel Komarek ist Volljurist und stellvertretender Leiter der Beratungsstelle "Radikalisierung" im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Beratungsstelle "Radikalisierung" ist auf Bundesebene mit dem Handlungsfeld der Präventions-, Distanzierungs- und Deradikalisierungsarbeit auf dem Gebiet des islamistischen Extremismus betraut. In dieser Funktion beschäftigt er sich seit Februar 2019 unter anderem mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der Beratungsarbeit, dem Dialog zwischen den staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren, sowie der bundesweiten Förderung von Projekten im Aufgabenbereich.
Meyer, Pauline
Pauline Meyer ist Psychologin (M. Sc. Psychologie) und befindet sich in der Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin. Sie war zwischen 2021 und 2023 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe von Frau Dr. Rau und beschäftigte sich schwerpunktartig mit Extremismus und Radikalisierung sowie der möglichen Rolle von psychischen Belastungen und Psychotherapie in diesem Fachgebiet.
Turay, Aylin
Aylin Turay ist seit 2016 als Psychologin (M. Sc.) für die Beratungsstelle "Radikalisierung" des BAMF tätig und berät Hilfesuchende zu Radikalisierungs- und Distanzierungsprozessen im Phänomenbereich des Islamismus.
Peters, Martin
Martin Peters hat an der Universität Halle (Saale) im Master Soziologie studiert. Von April 2023 bis März 2024 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Projekten zur Extremismusprävention am Universitätsklinikum Ulm tätig.
Vogel, Heiner
Heiner Vogel ist Politikwissenschaftler und Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Psychotherapeutisch-Psychiatrischen Beratungsnetzwerk NEXUS an der Charité Universitätsmedizin Berlin.
Arbeitsgruppe E-Learning
Autenrieth, Lea
Lea Autenrieth, B.A., ist Grafikdesignerin der Arbeitsgruppe „Wissenstransfer, Dissemination & E-Learning“ an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm. Sie hat Kommunikationsdesign an der Hochschule für Kommunikation und Gestaltung in Ulm studiert.
Chauviré-Geib, Katrin
Katrin Chauviré-Geib, M.A.,ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promovierende an der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Uniklinik Ulm. Sie hat Soziale Arbeit sowie Kriminologie und Gewaltforschung an der Universität Regensburg studiert. Ihre Forschungsinteressen gelten den Interventions- und Präventionsmöglichkeiten von Sexual- und Gewaltdelikten. In ihrem Promotionsvorhaben untersucht sie Auswirkungen sogenannter Kinderpornographie auf die Betroffenen.
Hoffmann, Ulrike Dr.
Dr. Ulrike Hoffmann ist Diplom-Sozialwissenschaftlerin und Leiterin der Arbeitsgruppe „Wissenstransfer, Dissemination, E-Learning“ an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Ulm.
Rothenbacher, Simone
Simone Rothenbacher, Dipl. Dok., ist technische Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe „Wissenstransfer, Dissemination & E-Learning“ an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm. Sie hat Data Science in der Medizin an der Technischen Hochschule in Ulm studiert.
Stickel, Marius
Marius Stickel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm in der Arbeitsgruppe „Wissenstransfer, Dissemination und E-Learning". Er hat Soziologie (M.A.) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg studiert.